Xiaomi Mi Robot Vacuum | Der kleine Alltagshelfer hat es in sich

Der Xiaomi Mi Robot Vacuum ist mittlerweile seit über einem Monat bei uns in der Wohnung täglich unterwegs und ich will hier die Erfahrungen die ich mit dem Saugroboter machen durfte mit euch teilen. Generell kann ich schon mal so viel verraten: Der Mi Robot hat mich absolut überzeugt! Der Saugroboter erledigt seine Arbeit gründlich, wirkt sehr gut verarbeitet und bietet für die gebotene Leistung einen mehr als angemessenen Preis. Für alle die sich bereits für einen Kauf entschieden haben, empfehle ich auf der Angebote-Seite vorbeizuschauen. Der Roboter ist gerade sehr günstig zu haben. Aber der Reihe nach. Beginnen wir erst einmal mit den wichtigsten Hardwarespezifikationen:

Xiaomi Mi Robot Vacuum – Spezifikationen

  • Entfernungssensoren: IR-Sensoren, Ultraschall und Laser-Entfernungsmesser (360 Grad)
  • Systematische Fahrweise in Bahnen und Randreinigung
  • Saugkraft: 1800 pa
  • Drei Prozessoren: ARM Cortex – A7 Quad-core/ Digital Signal Processor / ARM Cortex M3
  • 5200 mAh Akku
  • Laufzeit von etwa 2,5 Stunden (in etwa 250qm)
  • Gewicht: 3,8 kg
  • Maße: 350*100mm
  • App: Mi Home für Android und iOs (auf Englisch)
  • Modi: Vier Saugmodi, Pause, Timer und mehr

Mein Xiaomi Mi Robot Vacuum Testbericht in Videoform

Verarbeitungsqualität, Lieferumfang und Optik

Der Xiaomi Mi Robot Vacuum ist, nach einem MiBand, das zweite Produkt von Xiaomi, welches ich mein Eigen nennen darf. Der Mi Robot kam in einem netten Karton, sicher verpackt bei mir an. Der positive Eindruck bleibt auch dem Öffnen des Kartons bestehen. Der Saugroboter macht einen durchweg hochwertigen und massiven Eindruck.

Im Lieferumfang enthalten sind:

  • Natürlich der Mi Robot Vacuum
  • Saugbürste
  • Die Dockingstation
  • Ein Kabel mit US-Stromstecker (es ist kein EU-Kabel dabei – jedoch günstig anzuschaffen)
  • Ein Kamm zum Reinigen der Bürsten und des Schmutzfaches
  • Chinesische Bedienungsanleitung und weiterer Papierkram den wir eh nicht lesen können

Den Mi Robot gibt es ausschließlich in weißer Farbe. Der positive Ersteindruck bleibt auch nach dem ersten genauen anfassen, herumwackeln und testen bestehen. Xiaomi hat sich in Sachen Verarbeitung keine Fehler geleistet, der Roboter wirkt durchweg hochwertig und gut stabil.

Das zählt genauso für die obere Klappe am Gerät, den Powerbutton und die Dock-Taste sowie für Schmutzfach und Reinigungsbürste. Eine LED liegt um die beiden Tasten und zeigen mit einem leichten glimmen, dass der Mi Robot Vacuum eingeschaltet ist.

Den Schmutzbehälter erreicht man sehr einfach durch das Öffnen der oberen Klappe. Dieser lässt sich kinderleicht entnehmen und leeren. Der Hepa Filter ist direkt am Schmutzbehälter angebracht und auch dieser lässt sich bei Bedarf einfach auswechseln. Die Dichtungen am Gerät selbst sowie am Schmutzfach machen ebenfalls einen guten Eindruck und scheinen perfekt verarbeitet, sodass kein Verlust der Saugkraft eintritt. Die Größe des Schmutzfaches liegt bei Schätzungsweise etwas über 0,5l Fassungsvermögen, was zunächst nicht sonderlich groß erscheint. . In der Praxis zeigt sich bei mir jedoch, dass die Größe des Faches ausreicht. Der Xiaomi Mi Robot Vacuum bietet eine Saugleistung von bis zu 1800 pa, dadurch wird der Schmutz beim Saugen stark im Schmutzbehälter komprimiert. Jedoch sollte man den Behälter nach spätestens zwei Tagen leeren, je nach zu saugender Fläche.

Nach öffnen der oberen Klappe lässt sich der Schmutzbehälter einfach entnehmen

Der Mi Robot mit offenem Deckel – hier findet ihr den Schmutzbehälter

Da das beiliegende Kabel leider nicht der EU-Variante entspricht, empfiehlt sich der Austausch des Kabels, sodass kein klobiger EU-Adapter verwendet werden muss. Nicht enthalten ist eine zweite Bürste und Filter sowie ein Magnetband, um virtuelle Wände entstehen zu lassen über die der Roboter nicht fahren kann – Das wäre noch schön gewesen, zu dem Preis aber verkraftbar.

Bei den inneren Werten hat Xiaomi hingegen überhaupt nicht gespart. Er ist mit allerhand Sensoren, wie etwa Infrarot-, Beschleunigungs- und Ultraschallsensoren ausgestattet. Außerdem besitzt er ein Gyroskop und einen Laser-Scanner. Der Akku macht mit seinen 5.200mAh ebenfalls eine gute Figur. Nach einem Reinigungsvorgang von etwa 35qm verliert er nicht einmal 10% einer vollen Akkuladung.

Neben einer Elektrobürste auf der Unterseite, besitzt er noch eine Seitenbürste, welche beim Saugvorgang rotiert und so Dreck aus den Ecken wischt und diesen zur Saugdüse befördert. Die Elektrobürste besteht neben Borsten, auch aus einer Art Gummi-Lamellen. Durch diesen Aufbau soll einerseits die Schmutzaufnahme verbessert werden und andererseits verhindert werden, dass sich Haare um die Elektrobürste legen. Meiner Erfahrung nach klappt das soweit zuverlässig. Ich habe zwei Langhaar-Kater die täglich durch die Wohnung toben und die Bürste ist bis heute frei von Fell oder sonstigem Schmutz.

Auf der Unterseite des Xiaomi Mi Robot sehen wir die beiden Reinigungsbürsten sowie drei Räder

Mit der Seitenbürste holt der Mi Robot Verschmutzungen auch aus Ecken

Saugverfahren

Nach dem Starten des Xiaomi Mi Robot Vacuum geht er jedes Mal wie folgt vor: Im ersten Schritt scannt der Roboter den Raum und teilt ihn in Quadrate ein. So wählt er den ersten Quadranten und fährt die Außenseite des Quadrates ab. Im Anschluss füllt er den inneren Bereich des Quadranten indem er ihn mit Schlangenlinien abfährt.

Im nächsten Schritt bildet er den nächsten Quadranten und zieht dieses Vorgehen für den Rest des Raumes oder auch der gesamten Wohnung durch. Beendet ist die Saugeinheit, wenn jede erreichbare Stelle abgefahren wurde. Im Anschluss fährt der Roboter selbstständig zurück an die Ladestation und dockt an (was im übrigens fantastisch aussieht).

Ein Saugvorgang lässt sich entweder über das Drücken der Power-Taste, die App oder per Zeitprogrammierung (lässt sich über die App einrichten) starten. Über die App sind dann vier unterschiedliche Saugmodi verfügbar. Von schwach bis sehr stark: Quiet, Balanced, Turbo und Full Speed. Problemlos kann man den Saugvorgang übrigens auch über das Gerät oder die App pausieren, falls es mal an der Tür oder dem Telefon klingelt.

Die erste Inbetriebnahme

Wer kein Interesse hat den Xiaomi Mi Robot über die App zu steuern, der wird erstaunt sein, wie einfach er zu bedienen ist. Beim ersten einrichten habe ich die Dockingstation an den Strom geschlossen, den Roboter herangeschoben und ihn so ca. 30 Minuten aufladen lassen. Jetzt nur noch den Power-Button gedrückt und schon geht der erste Saugvorgang los. Jedoch sei erwähnt, dass die Sprachausgabe des Roboters standardmäßig auf Chinesisch eingestellt ist und ich alleine deshalb die Einrichtung per Mi Home App empfehle.

Standardmäßig ist der Mi Robot auf die Saugstärke-Stufe „Balanced“ eingestellt, welche bereits gute Saugergebnisse erzielt und dabei nicht sonderlich laut ist. Die Saugstufen „Turbo“ und „Full Speed“ sind dann jedoch ein ganzes Stück lauter. Ich nutze Hauptsächlich die „Turbo“ Stufe und lasse den Roboter dann laufen, wenn ich nicht zuhause bin. Das klappt einfach wunderbar.

Was sofort nach dem ersten Start auffällt ist, dass der Roboter sehr koordiniert und strukturiert vorgeht und der Boden tatsächlich gesaugt aussieht, nachdem er über diesen gefahren ist.

Mi Home App

Die Mi Home App von Xiaomi gibt es für Android und iOS Geräte. Auf meinem LG G6 läuft diese auch einwandfrei. Andere Betriebssysteme wie etwa von Windows oder Blackberry werden nicht unterstützt.

Installation der App:

  • App im jeweiligen Appstore herunterladen
  • App starten und sich mit einer funktionierenden Mailadresse registrieren
  • Einloggen
  • Staubsauger einschalten und den Deckel öffnen
  • Euer Smartphone mit dem WLAN verbinden, bei dem der Roboter genannt wird (z.B. „robo_vacuum“
  • Innerhalb der App nun die Sprache auf Englisch stellen
  • Und als Region „Mainland China“ auswählen
  • Den Saugroboter auswählen und dem weiteren Einrichtungsassistenten folgen
  • Das verbinden mit dem Netzwerk hat bei mir eine Weile gedauert
  • Hier muss nun noch das WLAN-Passwort eingegeben werden

Der Einrichtungsprozess war meiner Meinung nach denkbar einfach. Nach besagtem Prozess hat man nun die Möglichkeit sein Gerät umzubenennen, ein anderes Sprachpaket zu installieren, den Timer einzurichten und mehr.

Schön finde ich auch, dass man die zurückgelegten Wege des Mi Robot auf dem Smartphone quasi Live beobachten kann. Und das von überall dort aus, wo ich mit dem Handy Internet habe. Also auch im mobilen Netzwerk von unterwegs. So habe ich auch die Möglichkeit die Saugstufen zu verändern, den Saugvorgang zu beenden oder ihn zu pausieren. Außerdem wird der aktuelle Batteriestand und die aktuelle Saugdauer angezeigt.

Falls der Saugroboter einmal nicht weiterkommt, weil er sich verfangen hat, bekommt ihr ebenfalls eine Meldung auf euer Smartphone. Jedoch muss ich sagen, dass der Roboter sich bei mir stets von alleine aus unglücklichen Situationen befreit hat – Wenn er etwa über ein Kabel fährt.

Über die Xiaomi Mi Home App lässt sich der Roboter auswählen und konfigurieren

Erfahrungen – Xiaomi Mi Robot im Alltag

Bei mir läuft der Xiaomi Mi Robot Vacuum jetzt seit  über einem Monat täglich. Verschleiß ist noch keiner zu erkennen. Außerdem kann ich sagen, dass er das manuelle saugen größtenteils abgelöst hat. Lediglich unseren Langflorteppich müssen wir noch per Handsauger reinigen, da der Roboter auf diesen schlicht nicht auffahren kann. Ein Punkt den man definitiv vorm Kauf beachten sollte! Saugroboter sind nicht für hochflorige Teppiche geeignet. Beim Versuch auf den Langflor aufzufahren, schiebt er den Teppich-Flor auf. Dieses Hindernis kann er nicht bewältigen. Ein Problem das alle Saugroboter teilen. Er verhängt sich jedoch nicht und saugt lediglich am Rand des Teppichs. Ich war mir dessen jedoch vorm Kauf bewusst. Normale oder niedrigflorige Teppiche sind jedoch gar kein Problem.

Kanten mit 1,5 cm Höhe meistert der Xiaomi Saugroboter ohne Probleme. Ab 2 cm wird das Ganze dann schon brenzlig. Empfehlen würde ich vor dem Einsatz des Roboters die Wohnung einmal „Roboterfreundlich“ zu gestalten. Also Blumentöpfe von der Wand schieben, den Wäscheständer wegräumen usw., sodass der Roboter auch wirklich überall hinkommen kann.

Für 33qm Saugfläche benötigt der Mi Robot bei mir etwa 35 Minuten. Ich lasse ihn meistens auf der „Turbo“-Stufe laufen, einfach weil ich das Gefühl habe, das die Saugleistung so ideal ist, auch wenn er dabei ein wenig lauter ist. Versteht mich hier aber nicht falsch: Er ist dennoch nicht unangenehm laut, sondern eben so laut wie ein herkömmlicher beutelloser Staubsauger. Im „Balance“, oder gar „Quiet“- Modus, finde ich ihn sogar sehr ruhig.

Erwähnenswert finde ich auch, dass die Karte die der Roboter erstellt, jedes Mal neu und quasi andauernd berechnet wird. Das hat den Vorteil das Veränderungen und Hindernisse wie etwa verschlossene Türen, die auf dem Boden vergessene Sporttasche oder auch die faule Katze, direkt wahrgenommen werden. Erkennt der Roboter das die Sporttasche beim nächsten vorbeifahren nicht mehr auf dem Boden liegt, so saugt er die Stelle wo eben noch die Tasche lag.

Ebenfalls ist es vollkommen egal von welcher Position aus der Roboter startet. Ohne Probleme kann man ihn auch im Obergeschoss des Hauses laufen lassen. Aufgrund seiner Sensoren wird er übrigens auch keinesfalls die Treppe herunterfallen.

Für mich als Besitzer zweier Birma-Kater (langes Fell…) ist der Xiaomi Saugroboter ideal. Das verlorene Fell wird zuverlässig vom Boden und aus den Ecken gesaugt. Auch Katzenstreu-Krümel werden bei der täglichen Saugrunde fast ausnahmslos entfernt. Schwieriger wird es bei eingetretenem Dreck in den Teppich. Diesen bekommt der Roboter meist nicht rückstandslos entfernt.

Beeindrucken was der Robot nach einem Sauggang aus der Wohnung holt!

Fazit

Zum Preis von aktuell um die 260€ auf Gearbest gibt es meiner Meinung nach keine wirkliche Alternative zum Xiaomi Mi Robot Vacuum. Beim Saugvorgang selber geht er strukturiert und systematisch vor und lässt so keine freie Fläche aus. Ebenfalls kann er beim wichtigsten Kriterium, der Saugleistung, punkten! Haare, Dreck, Tierfell, Krümel und Co. werden beinahe ausnahmslos vom Boden entfernt. Gerade Besitzern von haarenden Katzen oder Hunden kann ich den Roboter ans Herz legen. Dabei liegt seine Lautstärke meiner Erfahrung nach absolut im Rahmen. Auf den zwei niedrigeren Saugstufen, empfinde ich ihn sogar als relativ leise für einen Staubsauger.

Beachten muss man jedoch in jedem Fall, dass Saugroboter generell ein Problem haben auf Langflorteppiche aufzufahren. Wenn man also mehrere Teppiche mit wirklich langem Flor besitzt, sollte man noch einmal Überdenken, ob sich der Kauf lohnt. Ich habe in meinem Testzeitraum für mich entschieden, dass der Mi Robot die Perfekte Alternative zum herkömmlichen Staubsauger ist.

Wer also auf der Suche nach einem hochwertigen, mit allerhand Sensoren bepackten und äußerst exakt arbeitenden Saugroboter ist, sollte beim Xiaomi Mi Robot Vacuum zuschlagen.

1 Comment
  1. […] Der Vorgänger des 1S, der Xiaomi Mi Robot, ist bei uns tatsächlich immer noch täglich im Einsatz – und das zuverlässig seit nun rund 2 Jahren! Da es sich beim Xiaomi Mi Robot 1S lediglich um eine verbesserte Version der ersten Generation handelt, wollen wir also direkt vorweg eine klare Empfehlung von den Saugrobo aussprechen.Wer mag, schaut gerne einmal in unseren ausführen Test zur ersten Version:Zum Testbericht des Xiaomi Mi Robot (1. Gen.) […]

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