Xiaomi Roborock | Toller Saugroboter mit Wischfunktion

Nach Xiaomis erfolgreichem ersten Saugroboter, den Xiaomi Mi Robot Vacuum, gibt es nun seit Anfang Dezember 2017 einen Nachfolger, der sich Klammheimlich auf den Markt geschlichen hat. Die Rede ist vom Xiaomi Mi Robot 2, bzw. dem Roborock Vacuum Cleaner!

Wir haben Xiaomis zweiten Saugroboter mal genauer unter die Lupe genommen. Was aber schon einmal vorweggenommen werden kann ist, dass uns auch der zweite Roboter auf ganzer Linie überzeugen konnte. Jedoch sollte man auch einen Blick auf das Vorgängermodell werfen, denn dieser positioniert sich als der größte Konkurrent des Roborock Vacuum! Für diejenigen unter euch, die sich bereits für den Roborock Vacuum entschieden haben, empfehlen wir direkt auf unserer Deal-Seite vorbeizuschauen – hier findet ihr immer das beste Angebot für den Roborock. Ein riesiger Dank gilt natürlich GearBest für die Bereitstellung unseres Testgeräts!

Starten wir jedoch zunächst mit den Spezifikationen des Mi Robot 2.

Der Xiaomi Roborock an der Dockingstation auf der Schutzmatte

Xiaomi Roborock Vacuum wichtigste Spezifikationen

Saugkraft: 2000pa

Akku: 5200 mAh, Laufzeit: ca. 2 ½ Std.

App: Mi Home App für Android und iOS

Gewicht: 3,5kg

Maße: 35,3 x 35 x 9,9 cm

Funktionen: Automatischer Saugmodus, Saugstufen, Raumeinteilung, Wischfunktion

 

Verarbeitungsqualität, Optik und Lieferumfang

Der Roborock Vacuum ist nun mittlerweile das vierte Xiaomi Gerät welches wir unter die Finger bekommen konnten und bisher waren tatsächlich alle getesteten Geräte von Xiaomi sehr überzeugend. Der erste Eindruck ist auch beim Mi Robot 2 wieder sehr positiv. Der Roboter ist sehr gut verarbeitet, wirkt massiv und robust. Außerdem kam der Saugroboter sicher verpackt in einem hochwertigen und stabilen Karton bei uns an, sodass man sich auch bei einem längeren Versandweg keine Sorgen machen muss, ob der Roborock die Reise heile übersteht.

Im Lieferumfang enthalten sind:

  • Der Roborock Vacuum
  • Saugbürste
  • Dockingstation
  • EU-Stromkabel
  • Reinigungsbürste
  • Wassertank inklusive zwei Wischtücher
  • Ein Wechselfilter (auswaschbar!)

Die Standardfarbe des Roboters ist erneut Weiß in einer Art Klavierlack-Optik. Jedoch gibt es beim Roborock auch eine rosafarbene Version, welche wir jedoch (glücklicherweise ) nicht erhalten haben. Sehr angenehm fanden wir, dass bei der internationalen Version des Roborock nun eine englischsprachige Bedienungsanleitung sowie ein Stromkabel mit EU-Stecker dabei liegt.

Der Roborock von unten sowie der gesamte Lieferumfang

 

CE-Siegel bei der internationalen Version

Ein Punkt, der für viele unter euch äußerst interessant sein dürfte ist der, dass die internationale Version des Roborock mit einem offiziellem CE-Siegel erschienen ist! Damit ist das Gerät für den Gebrauch und Verkauf innerhalb der EU zugelassen. Dies dürfte ein verlässliches Zeichen dafür sein, dass wir auch zukünftig direkt im europäischen Markt Xiaomi Geräte erwerben werden können. Uns freut das natürlich riesig. Der Zugang zu den Gadgets dürfte sich dadurch erheblich einfacher gestalten.

 

Einrichtung des Mi Robot 2

Die Einrichtung des Roborock läuft denkbar einfach. Wie auch beim Xiaomi Mi Robot der ersten Generation benötigt ihr die MiHome App. Innerhalb dieser müsst ihr euren Roboter mit der App via WLAN verbinden. Im Einrichtungsprozess müsst ihr euer WLAN-Passwort eingeben. Dazu benötigt ihr wieder einmal einen MiHome-Account, für den ihr euch mit einer E-Mail-Adresse registrieren müsst. Sehr wichtig ist, dass ihr bei der Auswahl des verwendeten Servers innerhalb des Einrichtungsprozesses darauf achtet den Server „Mainland China“ auszuwählen (so zumindest zum Stand 17.02.2018). Macht euch hier jedoch keine Sorgen – die App und auch der Roboter funktionieren komplett auf Englisch. Der Roboter hat nun bereits sogar das englische Sprachpaket vorinstalliert – das hat uns sehr gut gefallen.

 

Die MiHome App

Die MiHome App ist an sich sehr übersichtlich gehalten. Wenn ihr wie ich mehrere Xiaomi Saugroboter besitzt, könnt ihr jene ganz einfach alle über die App steuern. Auch andere Xiaomi Smarthome Gadgets lassen sich mit der App verbinden – so kann man nach belieben ein eigenes Xiaomi-Ökosystem entstehen lassen und über eine einzige App verwalten!

Über die App können nun unterschiedliche Einstellungen vorgenommen werden. So lässt sich zum Beispiel die Saugstufe zwischen Quiet, Balanced, Turbo oder Max variieren, es kann ein Timer gestellt werden, es gibt eine manuelle Fernsteuerung und einiges mehr. Ein Highlight des Roborock ist sicherlich die Zonen-Reinigung – auf die ich jedoch an späterer Stelle noch im Detail zu sprechen kommen möchte. Wie beim Vorgänger wird der Saugvorgang auf einer wunderbar dargestellten Karte euerer Wohnung abgebildet – Klasse! Auf einem Blick seht ihr so, wo sich der Roborock gerade während des Saugens befindet und welche Route er verwendet hat, bzw, wie er sich durch eure Räumlichkeiten navigiert. Außerdem seht ihr hier auch den aktuellen Akkustand sowie die gereinigte Fläche in m².

Hier sieht man den Schmutzbehälter des Xiaomi RoboRock – etwas größer als beim Mi Air

Zonenreinigung

Neben der Wischfunktion ist die Zonenreinigung wohl die größte Neuerung zum Mi Robot der ersten Generation und genau diese Funktion möchte ich euch im Folgenden ein wenig näherbringen. Über die MiHome App könnt ihr nun definierte Reinigungsareale festlegen. Um das nutzen zu können, muss euer Roboter die Wohnung jedoch einmal komplett gescannt, also gesaugt haben, da ihr dafür die virtuelle Karte benötigt, die beim Saugvorgang erstellt wird. Diese Karte wird nun in der MiHome App gespeichert. Jetzt ist man in der Lage bestimmte Bereiche auf der Karte auszuwählen, die nicht gereinigt werden sollen, bzw. die gezielt gereinigt werden sollen. Besonders interessant wird dies in Verbindung mit der Wischfunktion – Hat man beispielsweise einen großen Wohnzimmerteppich, so lässt sich dieser vom Saug- und Wischvorgang ausgrenzen. Da die Karte des Roborock wirklich sehr genau dargestellt wird, lassen sich Bereiche sehr gut eingrenzen – Eine Funktion die uns beim Test wirklich überzeugt hat!

Einen Haken hat die Zonenreinigung leider aber doch: Die festgelegten Reinigungszonen bleiben nicht gespeichert und müssen bisher jedes Mal neu eingestellt werden (Die Karte bleibt gespeichert, sodass ihr die gewünschten Bereiche schnell wieder erfassen könnt).

Auch toll ist die neue Spot-Reinigung: Ihr wählt einen Punkt auf euerer Karte aus und befehlt dem Roboter mit der Funktion „Go“ zu dieser zu fahren und eine Reinigung in dieser Region zu starten – Ein nützliches Feature, wenn man mal nur einen bestimmten Raum reinigen lassen möchte.

 

Die Saugleistung des Xiaomi Roborock Vacuum

Die Saugleistung war bereits beim Xiaomi Mi Robot Vacuum der ersten Generation wahnsinnig gut! Hier fragten wir uns bereits im Vorfeld des Tests, ob es überhaupt noch bessergehen kann und tatsächlich macht der Roborock hier nochmal eine etwas bessere Figur.

Im Grunde geht der Roborock beim Saugvorgang vor, wie auch sein Vorgänger, darum möchte ich an dieser Stelle auf unseren Test des Mi Robot verweisen. Jedoch kann man festhalten, dass sich die neue Version etwas filigraner und präziser selbständig navigiert. Die reine Saugleistung ist nach unserem Empfinden jedoch gleich – und das ist für uns definitiv kein Negativpunkt, denn der Vorgänger hat hier bereits Maßstäbe gesetzt! Krümel, Tierfell, Katzenstreu – alles gar kein Problem für den Roborock.

Toll finden wir außerdem, dass der Roborock nun Hürden von bis zu 2,5cm überwinden kann! Beim Vorgänger waren es nur bis zu 2cm. Der Roborock schaffte so zum Beispiel auch unseren Langflor-Teppich zu reinigen – aber Achtung: Bei sehr hohem Teppich wird es auch hier wieder Probleme geben!

Der Akku des Roborock ist mit seinen 5200mAh ausreichend groß – eine Saugrunde von 2 ½ Stunden sollten realistisch sein, in der Zeit würde der Roboter mehr als 160m² an Fläche saugen können! Also wirklich beindruckend.

Die Unterseite des Xiaomi RoboRock + dem Wischblatt

Xiaomi Roborock – die neue Wischfunktion

DAS Highlight des Roborock ist sicherlich die Wischfunktion des kleinen Haushaltshelfers und auch die haben wir uns natürlich genau angeschaut. Um die Wischfunktion nutzen zu können muss der Wassertank befüllt, mit einem der zwei Mikrofasertücher ausgerüstet werden und dann unterhalb des Roboters angebracht werden – alles kein Hexenwerk. Der Tank lässt sich sehr einfach befüllen, die Wischtücher halten über sehr feste Klettverschlüsse am Tank und der Tank selber lässt sich sehr leicht in den Roboter „klicken“.

Der Wischvorgang funktioniert nun analog zum Saugborgang. In Fahrtrichtung befindet sich die Saugdüse des Roborock also vor dem Wischblatt, was bedeutet, dass der Roborock quasi in einem Vorgang erst saugt und direkt hinterher wischt! Beachten muss man hierbei aber, dass der Wischlappen nicht die komplette breite des Roboters besitzt, was dazu führt, dass er nicht komplett am Rand der Räume wischt. Beim wischen von Flächen macht dies jedoch keinen Unterschied, da der Roboter seine „Wischlinien“ überschneidet und so nichts auslässt. Beim wischen fällt auf, dass der Roboter den Boden gleichmäßig mit Wasser befeuchtet, der Tank dosiert somit sehr genau und es entsteht ein ausgeglichenes Reinigungsergebnis. Bedenken muss man jedoch, dass der Wassertank nicht besonders groß ist. Eine Wischfläche von etwa 50m² scheinen realistisch – danach heißt es auftanken.

Sehr gut finden wir, dass Xiaomi eine Schutzmatte mitliefert, sodass der „nasse“ Saugroboter nach beenden des Saugvorgangs nicht einfach an seine Docking-Station auf dem nackten Laminat oder Parkett-Boden fährt. Hier wurde mitgedacht.

Im Grunde hat uns auch die Wischfunktion des Mi Robot 2 überzeugt. Für ein leichtes durchwischen ist die Funktion absolut prima geeignet! Man sollte jedoch nicht erwarten, dass der Roboter stark verschmutzen, etwa durch Schuhe reingetragenen Schmutz, verlässlich entfernt – das ist jedoch unserer Meinung nach auch nicht der Zweck der Funktion. Ein Knackpunkt ist für uns jedoch auch, dass der Roboter sein Wischblatt auch über Teppiche zieht, sollte man jene nicht über die Zonenfunktion vom Reinigungsvorgang ausgeschlossen haben – hier also aufpassen.

Dockingstation und Zubehör des RoboRock

Fazit

Die erste Generation des Xiaomi Mi Robot war für uns bereits das beste Smart-Home-Gadget was wir je in den Fingern hatten und wir können besten Gewissens sagen, dass der Xiaomi Roborock Vacuum hier nochmal eine Schippe drauflegt! Die Saugleistung ist, wie beim Vorgänger, einfach perfekt – Staub, Krümel, Tierfell, Katzenstreu nimmt der Roborock problemlos auf.

Die Zonenfunktion sowie die Spot-Reinigung sind geniale neue Features, wenn man lediglich bestimmte Räume oder Bereiche reinigen möchte – für uns die Highlights des Roborock Vacuum.

Die Wischfunktion ist ebenfalls eine geniale neue Funktion, wenn es einem lediglich darum geht, Staub und leichten Schmutz zu entfernen – starke Verunreinigungen lassen sich mit der Wischfunktion nicht entfernen.

Ich glaube man erkennt recht deutlich, dass wir wirklich überzeugt sind vom neuen Roborock von Xiaomi. Beachtet jedoch bitte, dass die größte Konkurrenz für den Roborock aus den eigenen Reihen kommt: Der Xiaomi Mi Robot Vacuum der ersten Generation besitzt zwar keine Wischfunktion und auch keine Zonenreinigung, geht es einem jedoch ausschließlich um die Saugleistung, dann kann die erste Version absolut mit dem Roborock mithalten und kostet nur etwas mehr als die Hälfte. Nichtsdestotrotz können wir den Roborock auch für einen Preis von rund 380€ uneingeschränkt empfehlen!

 

1 Comment
  1. […] Den Roborock S5 haben wir für euch bereits genau unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Einer der wohl besten Saug- und Wischroboter da draußen, zu einem unschlagbaren Preis. Sein Nachfolger ist noch nicht lange auf dem Markt und scheint eine gelungene Weiterentwicklung des Vorgängers. Es gibt ein paar mehr Features so wie geringere hardwareseitige Optimierungen. Die Unterschiede Listen wir euch etwas weiter unten auf. Hier zunächst ein Hinweis auf unseren Testbericht des Vorgängers: Zum Testbericht des Xiaomi Mi Robot (1. Gen.) […]

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